Du, die du…

 

 

 

Du,
die du zum Spannen
die Sehne des Bogens noch bringst,
wenn du mit bebenden Fingern
dem schlafenden Schützen dich näherst;


du,
die du mit glühenden Augen nachtwandelst,
als weiße Hirtin
unter sich stets verwandelnden Herden;


du hältst dich zuweilen noch auf,
um die aschene Stimme zu hören:


,alles, was versammelnd hier west,
Glanz und Abendglocke,
mahnt dich im lebendigen Bunde
Einkehr zu halten,
macht dich nicht nur mit dem nächsten,
sondern mit jedem Geschöpfe gemein‘



Wie der Ruf derer,
die ihr Reich verloren
vom Buschwald fernher weht,

leise und eindeutig,

gehst du und verwebst du
dich in Fremdes hinein.