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Auch von Sturzwellen umtanzt…

 

 

 

Auch von Sturzwellen umtanzt
trage ich schaukelnd an der Säumnis,
die sanft von innen her die Räum’
erstellt,
und werde selbst von ihr getragen:



am Sich-erschließen zwar verhindertes,
nach Offenem doch immer
strebendes Daheim…



So verhält sich auch zu Lande
die Glocke innig,
die am Joch ist festgemacht:
sie entfacht die Ferne
bleich am Abend,

wenn sie läutet,
heimlich wimmelt es von Flügeln,

wenn sie schweigt,
gleich schlummert ein
das ganze Tal:



und sei das Joch noch so gebrechlich,
es schwingt alles mit
und wird ans Licht gebracht,
denn dies Geläut gibt’s nur einmal…



Wie kommt’s denn also,
daß des Strebens Ton und Stimme
je verklingen mag?
daß, was Einmaligkeit geprägt,
dem schillernden Tropfen,
der Wolkenkontur gleich
geschaffen,
weggeweht wird vom stummen Wind,
in dem des Unterschieds
ausgeheilte Wunden nicht mehr klaffen?



Was üppig wächst
oder sich schlicht aneinanderreiht,
die öde Welle und des Sommers Pracht,
des wird jedes Wesen inne,
je nach seiner Art;

das überlebt uns immer;
doch weil es alles sich
in des Wesens Schicksal fügt,
läuft auch bei jedem Wesen
auf endgültige
Verinnerlichung hinaus:



Sollte das eine Schickung sein?:
die eigene Ansiedlung in uns
von vornherein Entfremdetem,
bis an den Tag,
wo ein jedes sich
nur durchs andere ereignet
und auf diese Weise endlich
dem Ganzen übereignet wird?



Zwischen Leere und Fülle
stehen wir indes
auf dem Gesims, – Rührendes
vor sich hinflüsternde Engel –,

wie Neuankömmlinge,
die, ihrer selbst noch nicht sicher,
sich immer wieder umsehen

und zögern

und erzittern…

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